UNESCO Welterbe in Schleswig-Holstein

Einzigartige Kultur- und Naturlandschaften, bedeutsame Zeugnisse gesellschaftlicher und technologischer Entwicklungen wie auch künstlerische und architektonische Meisterwerke werden von der UNESCO in die Welterbe-Liste aufgenommen. Insgesamt 46 erhaltenswerte Natur- und Kulturdenkmäler der UNESCO befinden sich in Deutschland und drei davon in Schleswig-Holstein: das Weltnaturerbe Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer, Teile der Altstadt von Lübeck sowie die Handelsstadt der Wikinger, der Archäologische Grenzkomplex Haithabu und Danewerk.

Hansestadt Lübeck

Mit der Altstadt der Hansestadt Lübeck wurde 1987 erstmals ein ganzer Stadtkomplex in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen. Die architektonische Anlage der Altstadt mit ihrem planmäßig angelegten Stadtgrundriss, den vielen erhaltenen hervorragenden Einzelbauten und die unverwechselbare Stadtsilhouette mit den sieben Türmen monumentaler Kirchen weisen die Lübecker Altstadt als architektonisches Erbe von weltweiter Bedeutung aus.

In dem einzigartigen Zeugnis der Lübecker Backsteingotik ist der einstige Reichtum der Hansestadt heute bei einem Stadtbummel durch die Altstadt noch deutlich spürbar. Das Herz der Altstadt, geprägt von Patrizierhäusern aus dem 15. und 16. Jahrhundert und öffentlichen Bauten, Kirchen, dem Holstentor sowie Salz- und Lagerhäusern, ist noch im Original authentisch und unverändert erhalten. Sie bezeugt die Entfaltung der Hansestadt zu einem Handelszentrum Nordeuropas.

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UNESCO Weltnaturerbe Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer

Das Schleswig-Holsteinische Wattenmeer zählt seit 2009 als weltweit einzigartige Naturlandschaft zum UNESCO Weltnaturerbe der Menschheit und steht gemeinsam mit den benachbarten Niederländischen und Dänischen Gebieten des Wattenmeeres unter Naturschutz. Die Einzigartigkeit dieses Naturgebietes liegt in seiner Außergewöhnlichkeit, geprägt von Ebbe und Flut sowie der Tier- und Pflanzenvielfalt, in seiner naturbelassenen Unversehrtheit und dem besonderen Schutz als Nationalpark.

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Archäologischer Grenzkomplex Haithabu und Danewerk

Seit 2018 gehören Haithabu und Danewerk in ihrer Gesamtheit als archäologischer Grenzkomplex zum UNESCO-Welterbe der Menschheit. Die Wikingerstätten sind herausragende Zeugnisse der Wikingerzeit vor über 1000 Jahren. Die bedeutende Handelsstadt Haithabu war dabei ein Bestandteil der Wallanlagen des Danewerks.

In der Grenzregion zwischen Skandinavien und Mitteleuropa bauten die dänischen Könige die Grenz- und Wallanlagen des Danewerks im Laufe der Jahrhunderte immer weiter aus. Die besondere Lage an der Schleswiger Landenge ließ den Handel erblühen und die Handelstadt Haithabu entwickelte sich dabei als zentraler Verkehrsknotenpunkt und Handelsmetropole zu einem frühen städtischen Handelszentrum.

Auf Grund der vielfältigen, sehr gut erhaltenen archäologischen Funde kommt der Stätte besondere Bedeutung bei der Erforschung der wirtschaftlichen, historischen und sozialen Entwicklungen der Wikingerzeit zu. Heute lässt sich das Leben der Wikinger in dem Wikinger Museum Haithabu und in der rekonstruierten Wikinger-Siedlung auf dem historischen Gelände hautnah erfahren.

Wikinger Museum Haithabu
Landesmuseen Schleswig-Holstein
Am Haddebyer Noor 3
24866 Busdorf
Tel.: +49 4621 - 813 122
www.haithabu.de

Öffnungszeiten: täglich von 09:00 bis 17:00 Uhr

Immaterielles Kulturerbe der UNESCO

Über 500 Formen von immateriellem Kulturerbe, getragen von Wissen, Können und Kreativität, sind auf der UNESCO-Liste verzeichnet. Dazu zählen unter anderem Tanz, Theater, Musik, Bräuche, Feste, Handwerkskünste.
Aus Schleswig-Holstein wurden Traditionen in der immateriellen UNESCO-Liste aufgenommen: Das feurige Biikebrennen Nordfrieslands und die Helgoländer Dampferbörte, der Anlandungsdienst für Passagiere der Seebäderschiffe, gehören genauso dazu wie das gesamte Zusammenleben im Deutsch-Dänischen Grenzland. Kulturelle Besonderheiten, die kulturelle Vielfalt der Region und das große bürgerschaftliche Engagement zeichnen das Deutsch-Dänische Grenzland aus.